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Indikationen. Kontraindikationen.

Wichtige Hinweise


  • Medizinische Kompressionsstrümpfe immer erst nach der Wundbehandlung anziehen!
  • Medizinische Kompressionsstrümpfe dürfen nie auf offenen Wunden angezogen bzw. getragen werden!
  • Zur Aufrechterhaltung des Therapie-Erfolges sind regelmäßige ärztliche Kontrollen erforderlich:
  • In eher seltenen Fällen können medizinische Kompressionsstrümpfe allergische Reaktionen hervorrufen. Sollten beim Tragen akute Beinschmerzen oder Hautirritationen auftreten, ist unverzüglich der Arzt aufzusuchen.

Indikationen

  • Funktionelle Störungen wie Schwere- und Müdigkeitsgefühl in den Beinen ohne sichtbare Varikosis (C0)3
  • Geringe Varizen mit begleitenden subjektiven Beschwerden (Besenreiservarizen, retikuläre Varizen) (C1–C2)3
  • Schwangerschaftsvarikose ohne Ödem (C2)3
  • Schwangerschaftsvarikose mit Ödem (C3)3
  • Abendliches Ödem, lokale Ursache (venös) (C3)3
  • Primäre Varikose mit Ödem (C3)3
  • Fortgeschrittene primäre Varikose mit Ödem (Stamm- und Seitenastvarizen) (C3)3
  • Chronische Veneninsuffizienz (CVI)
    – Grad I
    1 (C3)3 corona phlebectatica paraplantaris
    – Grad II
    1 (C4)3
    chronisches Ödem
    2
    Ekzem
    2
    Erythem
    2
    Hypodermitis
    2
    Dermatosklerose
    Dermite ocre
    Atrophie blanche
    – Grad IIIa
    1 (C5)3 abgeheiltes Ulcus cruris (Rezidiv-Prophylaxe)
1 nach Widmer & Marshall
2 nach Abschluss der Basisbehandlung
3 nach CEAP-Klassifikation
  • Thrombose-Embolie-Prophylaxe
  • Thrombophlebitis oder Varikothrombose (oberflächliche Thrombose) unter Umständen mit Ödem
  • Phlebothrombose (tiefe Venenthrombose)
  • Postthrombotisches Ödem mit oder ohne sekundäre Varizen-Nachbehandlung
  • Zur Sicherung des Therapieerfolges:
    a) nach Sklerosierung
    b) nach ambulanter selektiver Varizenoperation
    c) nach Stripping
  • Vor Sklerosierung oder vor Chirurgie, um Ödeme zu verhindern
  • Ulkusprävention und Ulkustherapie
  • Postoperative Ödeme
  • Posttraumatisches Ödem nach Abschluss der Basisbehandlung
  • Reversibles Lymphödem nach komplexer physikalischer Entstauungstherapie
  • Irreversibles Lymphödem mit verstärkter Induration nach komplexer physikalischer Entstauungstherapie
  • Lipödem ab Stadium II
  • Zyklisch idiopathische Ödeme
  • Stauungszustände infolge Immobilitäten (arthrogenes Stauungssyndrom, Paresen und Teilparesen der Extremität)
  • Angiodysplasie

Kontraindikationen

Absolute Kontraindikationen:
  • Fortgeschrittene periphere arterielle Verschlusskrankheit
  • dekompensierte Herzinsuffizienz
  • septische Phlebitis (durch Mikroorganismen entzündete Vene)
  • Phlegmasia coerulea dolens
Relative Kontraindikationen:
  • Nässende Dermatosen
  • Unverträglichkeit auf Kompressionsstrumpfmaterial
  • Sensibilitätsstörungen der Extremität
  • fortgeschrittene periphere Neuropathie (z. B. bei Diabetes mellitus)
  • primär chronische Polyarthritis.
Jede Haftpflicht wird bei Nichtbefolgung dieser Kontraindikationen abgelehnt.
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